In eigener Sache

Offener Brief „Feministische Projekte sicher finanzieren“

Der Satz "Feministische Projekte sicher finanzieren" erscheint grafisch gestaltet auf lila Hintergrund.
Kampagne Der Senat spart – wir zahlen den Preis?

Mit dem Haushaltsentwurf für 2022/23 erreichte uns die Nach­richt: fast allen feministischen und Masterplan­-Projekten sollen Gelder gekürzt, einige sogar kom­plett gestrichen werden!


Zudem fehlen bis zum heutigen Tag die Zuwendungsbescheide für das Jahr 2022, bei einigen sogar noch für 2021.

Lest unseren offenen Brief, teilt unsere Forderungen, tretet mit uns in Kontakt und unterstützt uns.
Wir wollen das nicht hinnehmen!

Folgt auch in den Sozialen Netzwerken unserer Kampagne:
Twitter: @femprojekte
Instagram: @femprojektesichern

Für Fragen stehen wir unter dieser Mail-Adresse zur Verfügung: femprojektesichern@systemli.org

Den Offenen Brief findet ihr hier als PDF und zum Download [31 KB].


Aufruf Zeitzeug*innen gesucht!

Zu sehen sind Ausschnitte von Flyern der historischen Szeneorte.

Wer kennt noch „Die 2“, das „Dinelo“ und das „pour elle“?

Wer hat damals die Orte besucht oder kennt Frauen/Lesben, die dort waren? Wer hat noch Fotos, Flyer, Plakate, Einladungen etc. der Orte? Wer möchte gerne von Besuchen, Partys und Erlebnissen dort erzählen?

Der Dachverband Lesben und Alter e.V. möchte im Rahmen des Projekts „Wir sind stark und wir sind viele – lesbische Sub-Kultur in Berlin“ zur Sichtbarmachung von LSBTI-Gedenkorten in Berlin beitragen. Hierfür kooperiert er mit dem Spinnboden Lesbenarchiv und Bibliothek e.V. sowie mit dem Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg. Das Projekt wird von der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung Berlin gefördert.

Gegenstand des Erinnerns sind drei zentrale Orte sub-kulturellen Lebens lesbischer Frauen in Berlin in den 1970er/ 1980er Jahren. Diese Bars und Clubs waren zentrale Orte lesbischen Lebens der neuen Frauen/Lesbenbewegung, alle befanden sich im Bezirk Schöneberg von Berlin. Weitere Orte des Erinnerns auch in anderen Bezirken sind geplant.

Die drei ausgewählten Orte sind:

  • die Diskothek „Die 2“, „der“ Sub der damaligen Zeit
  • die Lesbenbar „pour elle“, eine der ersten Lesbenbars Berlins
  • die Frauen/Lesbenkneipe „Dinelo“, die für Kostümfeste bekannt war

Vor diesen drei Orten werden wir Gedenktafeln aufstellen, die mit Bild und Text auf die Bedeutung des Ortes eingehen. Ein QR-Code leitet zusätzlich auf eine Webseite, die weitere Informationen zum Gedenkort unter anderem mit kurzen Interviews von Zeitzeuginnen, Benutzerinnen und Betreiber*innen der Bars und Clubs enthält.

Für die Gestaltung der Tafeln und der Webseite sind wir aktuell noch auf der Suche nach Materialien, Fotografien sowie Personen, die bereit wären, ein Interview zu geben.

Interessierte bitte melden bei: linda.davis@lesbenundalter.de oder unter Tel.: +49 (0)172 1077806


Queeres Archivzentrum QU:AR_Z*

Auf einer Folie in Regenbogen Farben ist grafisch der Titel "Queeres:Archiv_Zentrum*" gesetzt.
Wir sind auf der Suche nach neuen Räumen!

Der „Spinnboden Lesbenarchiv & Bibliothek e.V.“ ist gemeinsam mit „Das feministische Archiv – FFBIZ“ und der „Magnus Hirschfeld Gesellschaft“ auf der Suche nach Räumlichkeiten. Als Queeres Archivzentrum wollen wir gemeinsam ein Kompetenzzentrum für queere und feministische Forschung, Bildung, Geschichte und Kultur in Berlin aufbauen. Wir wollen den Synergieffekt nutzen, um unser Angebot an kulturellen Veranstaltungen, Bildungs- und Beratungsangeboten sowie Forschungsprojekte auszuweiten. Zudem soll das Queere Archivzentrum ein Ort für die Community sein.

Was brauchen wir? Räume!

  • ca. 1.200 Quadratmeter
  • gut an den ÖPNV angebunden
  • möglichst barrierearm bzw. die Möglichkeit, dementsprechende Baumaßnahmen durchzuführen
  • optimalerweise eine für Rollregale geeignete Statistik (Tragfähigkeit: ca. 1250 kg/qm)

Wie kannst du uns helfen?

Melde dich, wenn du von Räumen erfährst, die eventuell für uns passen könnten.

Du kennst eine*n Makler*in, die du empfehlen kannst? Schick uns gerne den Kontakt.

Du hast/verwaltest Immoblien und hast vielleicht Räumlichkeiten für unser Projekt? Melde dich.

quarz@ffbiz.de


Statement zum Austritt aus dem E2H

Auf dem Foto ist das alte Gebäude der taz - Tageszeitung in der Rudi-Dutschke Straße 23, in welches das E2H einziehen sollte, zu sehen.
Altes Gebäude der taz in der Rudi-Dutschke Straße 23, in welches das E2H einziehen sollte.

Vom 27. Februar 2020

Lieber Vorstand des Vereins der Freund*innen des Elberskirchen-Hirschfeld-Hauses – Queeres Kulturhaus e.V. und liebe E2H-Projektbeteiligte,

der Spinnboden Lesbenarchiv & Bibliothek e.V. hat sich wie die anderen beteiligten Einrichtungen seit 2012 aktiv für die Realisierung eines queeren Kompetenzzentrums für Forschung und Bildung, Geschichte und Kultur – das Elberskirchen-Hirschfeld-Haus (Arbeitstitel) – in Berlin eingesetzt. Über die Bündelung von Ressourcen der beteiligten Bibliotheken und Archive sowie Forschungs- und Bildungseinrichtungen will dieses Haus laut Gründungsprotokoll zu mehr queerer Sichtbarkeit und zu einer Beförderung von queerer Wissenschaft, Bildung und Kultur über die Hauptstadt hinaus beitragen.

Dieses Vorhaben ist mit der Verabschiedung der Initiative „Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt“ (IGSV) im November 2018 in der 45. Maßnahme mit Vorgaben einer „fachliche[n] Begleitung des Umsetzungsprozesses“ durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa sowie einer „Förderung der Erarbeitung von Perspektiven zur längerfristigen Bewahrung, Erfassung und Erschließung historisch relevanter Bestände“ noch einmal bekräftigt worden.

Die derzeitige Entwicklung und Ausrichtung des Projektes zum Elberskirchen-Hirschfeld-Haus (kurz: E2H) entspricht nach Einschätzung des Spinnboden Lesbenarchiv & Bibliothek e.V. jedoch nicht mehr dieser einstigen und immer noch erstrebenswerten Zielsetzung.

Inhaltlich überwiegt im E2H-Projekt inzwischen die Organisation von Veranstaltungen, während die Sammlungs-, Forschungs- und Bildungsarbeit der beteiligten Projekte nicht in Erscheinung tritt. Strukturell werden die einzelnen beteiligten Projekte nicht als eigentliche Träger*innen des Projekts angesehen und nicht bei Entscheidungsprozessen einbezogen. Eine Integration der beteiligten Projekte in eine konkrete, transparente und integrative Projektplanung im Rahmen einer konstruktiven, respektvollen und verbindlichen Zusammenarbeit ist nicht erkennbar.

Zudem teilen wir nicht die politischen Positionen der_des ersten und zweiten Vorsitzenden des E2H-Projekts wie sie mit der transfeindlichen Ankündigung der IQN-Veranstaltung „Transgender: Geschlechtergerechtigkeit passé?“ beispielhaft deutlich wurde. Wir verstehen uns als Teil einer queeren Community, die inklusiv arbeitet und vielfältige Lebensrealitäten wertschätzt sowie sich gegen jegliche Formen der Diskriminierung einsetzt.

Aus diesen Gründen hat der Spinnboden Lesbenarchiv & Bibliothek e.V. beschlossen, sich nicht mehr am E2H-Projekt zu beteiligen und aus dem Verein der Freund*innen des Elberskirchen-Hirschfeld-Hauses – Queeres Kulturhaus e.V. auszutreten.

Die gute und konstruktive Zusammenarbeit mit einzelnen aktuellen Einrichtungen des E2H-Projekts wie FFBIZ – das feministische Archiv, Queerformat – Fachstelle Queere Bildung, Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft und Bundesstiftung Magnus Hirschfeld sowie mit ehemaligen Projektbeteiligten wie z.B. die Forschungsstelle Geschichte der Sexualität der HU Berlin möchte und wird der Spinnboden Lesbenarchiv & Bibliothek e.V. hingegen auch in Zukunft sehr gerne fortführen.

Den Vorstand des Vereins der Freund*innen des Elberskirchen-Hirschfeld-Hauses – Queeres Kulturhaus e.V. bitten wir, das Logo des Spinnboden Lesbenarchiv & Bibliothek e.V. von der E2H-Website zu nehmen und nicht mehr auf uns als „Partner*innen“ oder in sonstiger Form zu verweisen.

Mit freundlichen Grüßen,

Der Vorstand und das Team von Spinnboden Lesbenarchiv & Bibliothek e.V.